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Wilhelm Höpflinger wurde am 30.09.1853 in Langewiesen geboren. Nachdem er die Volksschule besuchte, begann er eine Schlosser- und Dreherlehre.
Nach Beendigung seiner Lehre ging er auf Wanderschaft und kam schließlich 1873 nach Schweinfurt. Dort arbeitete er zunächst bei einem Schlossermeister, dann in einer Eisengießerei. Ab 1888 fand er Anstellung bei der Firma “Fischer und Osterloh”, die Fahrradteile herstellte, mit Fahrrädern und Nähmaschinen handelte und seit mehreren Jahren vergeblich versuchte, roh vorgearbeitete Kugeln auf Kugelmühlen rund zu mahlen.
Höpflinger entwickelte Ende 1888 eine Fräsmaschine, mit der es gelang, die ersten sphärisch runden Kugeln zu drehen. Während dieser Zeit lernte Höpflinger Engelbert Fries kennen, welcher in der gleichen Firma tätig war.
Im Jahre 1890 machten sich beide selbstständig und gründeten die Fabrik “Fries & Höpflinger Schweinfurt”. Sie stellten Kugellager für Fahrräder her und exportierten diese bis nach England und Frankreich.
Nach dem Bau eines eigenen Fabrikgebäudes wandelten sie ihre Firma in die “Deutsche Gußstahlkugel AG” um. Als Tochtergesellschaft unterhielten sie die “Deutsche Rohstahlkugel AG” in Schweinfurt. Während dieser Zeit entwickelte Höpflinger weitere Kugellager für Maschinen und Fahrräder.
Im Jahre 1901 vereinigten sich Haupt- und Tochterwerk zur Firma “Deutsche Gußstahlkugel- und Maschinenfabrik AG”. Höpflingers Schwiegersohn, Ernst Sachs, änderte diesen Firmennamen 1903 erneut in “Fries & Höpflinger”.
Wilhelm Höpflinger starb am 17.01.1928 in Schweinfurt. Mit seinen Entwicklungen im Bereich der Kugellager prägte er die Schweinfurter Kugellagerindustrie maßgebend. Seine Erzeugnisse wurden weltweit bekannt und so trug er einen entscheidenden Teil dazu bei, dass Schweinfurt heute noch als Wiege der deutschen Kugellagerindustrie bezeichnet wird.
Seine Heimatstadt besuchte Wilhelm Höpflinger bis zu seinem Tod regelmäßig. Heute ist eine Straße im Gewerbegebiet Langewiesens nach ihm benannt.
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